Das Wichtigste in Kürze
- Keller entrümpeln heißt: Volumen schätzen, in vier Kategorien sortieren, Fraktionen trennen, Rest fachgerecht entsorgen – in dieser Reihenfolge.
- Ein durchschnittliches Kellerabteil von 6 bis 10 m² enthält 8 bis 15 Kubikmeter Inhalt, deutlich mehr als die meisten schätzen.
- Eine professionelle Kellerentrümpelung kostet in Stuttgart je nach Größe und Zugang etwa 350 bis 1.400 € zum Festpreis.
- Farben, Lacke, Batterien, Altöl und Elektrogeräte gehören nicht in den Restmüll – dafür gibt es Schadstoffmobil und Elektroschrott-Sammlung.
- Eigenleistung rechnet sich bis etwa 5 Kubikmeter; darüber schlagen Transportermiete, Fahrten und Zeitaufwand den Festpreis meist.
- Bei Feuchtigkeit, Schimmel oder Verdacht auf Asbest sollten Sie nicht selbst räumen, sondern Schutzmaßnahmen einhalten lassen.
Keller entrümpeln: die kurze Antwort
Einen Keller entrümpeln bedeutet, den gesamten Inhalt systematisch zu sichten, in vier Kategorien zu sortieren (behalten, verkaufen, spenden, entsorgen) und den Rest getrennt nach Abfallfraktionen zu entsorgen. Für ein Kellerabteil von 6 bis 10 m² brauchen Sie in Eigenleistung realistisch einen bis zwei Tage. Eine professionelle Kellerentrümpelung dauert zwei bis vier Stunden und kostet in Stuttgart je nach Volumen und Zugang etwa 350 bis 1.400 € zum Festpreis.
Der entscheidende Fehler passiert fast immer am Anfang: Es wird geräumt, bevor sortiert wurde. Dann steht der halbe Keller im Treppenhaus, der Transporter ist zu klein, und die Farbeimer landen im Restmüll, wo sie nicht hingehören. Die folgende Anleitung dreht die Reihenfolge um – und erklärt an jeder Stelle, was das kostet und was rechtlich gilt.
Der wichtigste Satz dieses Ratgebers
Schätzen Sie das Volumen, bevor Sie etwas anfassen. Alle weiteren Entscheidungen – Transporter oder Container, Eigenleistung oder Profi, ein Tag oder ein Wochenende – hängen an dieser einen Zahl. Wie Sie sie ermitteln, steht weiter unten in der Kubikmeter-Tabelle.
Wann sich eine Kellerentrümpelung wirklich lohnt
Kaum jemand entrümpelt den Keller aus Freude an der Ordnung. In der Praxis gibt es fünf Auslöser, und jeder davon verändert die Prioritäten – vor allem den Zeitdruck.
Umzug oder Wohnungsübergabe
Der Mietvertrag umfasst in der Regel auch das Kellerabteil. Das heißt: Es muss zum Übergabetermin leer und besenrein sein, genauso wie die Wohnung. Wer das übersieht, riskiert, dass die Kaution zurückgehalten oder eine Räumung auf eigene Kosten veranlasst wird. Planen Sie den Keller deshalb als eigenen Posten ein, nicht als Anhang. Bei einer kompletten Wohnungsauflösung erledigen wir Wohnung und Keller in einem Termin.
Hausverkauf
Ein voller Keller kostet beim Verkauf messbar Geld. Er wirkt kleiner, als er ist, verdeckt Feuchtigkeitsstellen und Risse, und Kaufinteressenten kalkulieren Unsicherheit immer zulasten des Preises. Ein leerer, gefegter Keller macht Grundfläche, Deckenhöhe und Zustand sichtbar – und signalisiert, dass das Haus gepflegt wurde. Räumen Sie vor dem Fototermin, nicht danach.
Erbfall und Nachlass
Im Erbfall ist der Keller oft der schwierigste Raum: Jahrzehnte Hausrat, teilweise von zwei Generationen, dazwischen Dokumente und persönliche Dinge. Hier ist Tempo der falsche Maßstab. Sichten Sie zuerst auf Unterlagen und Wertgegenstände, bevor Sie räumen. Details zum Ablauf finden Sie in unserem Ratgeber zur Nachlassauflösung für Angehörige.
Feuchtigkeit und Schimmel
Wenn Kartons an der Wand weich werden oder es muffig riecht, ist Entrümpeln kein Ordnungsthema mehr, sondern Bauschadensvorsorge. Zugestellte Wände können nicht trocknen, weil keine Luft zirkuliert. Feuchte Pappe und Textilien sind Nährboden für Schimmel. Je länger Sie warten, desto teurer wird es – und desto mehr Inhalt ist ohnehin nicht mehr zu retten.
Platzbedarf und Sicherheit
Der praktischste Grund: Sie brauchen den Raum. Für Fahrräder, Vorräte, eine Werkbank oder Wäsche. Dazu kommt ein Punkt, den viele nicht kennen: Kellergänge sind in vielen Gebäuden Rettungswege. Sie dürfen nicht mit Möbeln, Reifen oder Kartons zugestellt werden. Hausverwaltungen fordern das regelmäßig ein, und im Ernstfall haftet, wer blockiert hat.
Wie viel steckt eigentlich in Ihrem Keller?
Fast alle Fehlplanungen beim Entrümpeln gehen auf eine falsche Volumenschätzung zurück. Der Grund ist einfach: Wir denken in Quadratmetern, entsorgt wird aber in Kubikmetern. Ein 8 m² großes Kellerabteil mit 2,20 m Höhe hat rund 17 m³ Rauminhalt. Ist es zu zwei Dritteln gefüllt, reden wir über gut 11 m³ Material – das sind drei bis vier voll beladene Transporterfahrten.
Zur Orientierung: Ein handelsüblicher Kastenwagen mit langem Radstand fasst etwa 8 bis 11 m³ Ladevolumen, ein Kombi mit umgelegter Rückbank rund 1,5 m³. Wer einen halbvollen Keller mit dem Kombi räumen will, fährt acht Mal.
| Kellertyp | Fläche | Füllgrad | Volumen | Transporterfahrten |
|---|---|---|---|---|
| Mietkeller-Abteil, sparsam genutzt | 4–6 m² | ca. 40 % | 3–5 m³ | 1 |
| Mietkeller-Abteil, voll | 6–10 m² | ca. 70 % | 8–15 m³ | 2–3 |
| Einfamilienhaus, ein Kellerraum | 10–15 m² | ca. 60 % | 12–20 m³ | 2–4 |
| Einfamilienhaus, komplett | 40–60 m² | ca. 50 % | 35–60 m³ | 5–8 |
| Doppelhaus/Altbau mit Nebenräumen | 60–90 m² | ca. 55 % | 60–100 m³ | 8–12 |
Einzelstücke als Rechenhilfe
Wenn Sie keine Lust auf Formeln haben, addieren Sie einfach die dicken Posten. Diese Faustwerte nutzen wir selbst bei der Kalkulation:
- Kleiderschrank, zweitürig: ca. 2 m³
- Sofa, dreisitzig: ca. 2,5 m³
- Waschmaschine oder Kühlschrank: ca. 0,5 m³
- Umzugskarton: ca. 0,08 m³ – zwölf Kartons sind ein Kubikmeter
- Kellerregal, gefüllt (1,8 m hoch): ca. 1,2 m³
- Vier Autoreifen mit Felgen: ca. 0,4 m³
- Fahrrad: ca. 0,5 m³ (nicht stapelbar)
Warum die Zahl wichtiger ist als das Bauchgefühl
Jeder seriöse Festpreis basiert auf Volumen und Zugang, nicht auf Quadratmetern. Wer Ihnen einen Preis nennt, ohne nach Kubikmetern, Etage oder Treppenbreite zu fragen, kalkuliert nicht – der schätzt. Und Schätzungen werden am Einsatztag gern nachverhandelt. Fotos oder ein kurzes Handyvideo genügen uns für eine belastbare Einschätzung.
Zum Einordnen der Größenverhältnisse: In Deutschland fallen laut Umweltbundesamt jährlich rund 2 Millionen Tonnen Sperrmüll an, das entspricht etwa 24 Kilogramm pro Kopf. Ein durchschnittlich gefülltes Kellerabteil liegt schnell bei 400 bis 800 Kilogramm – also dem Sperrmüllaufkommen einer ganzen Familie über mehrere Jahre. Wie sich daraus Preise ergeben, erklären wir im Kosten-Ratgeber zur Entrümpelung.
Keller entrümpeln in 8 Schritten
Diese Reihenfolge hat sich über tausende Räumungen bewährt. Der Trick liegt in Schritt 3: Erst wird ein leerer Bereich geschaffen, dann wird sortiert. Ohne Pufferfläche blockiert man sich selbst.
- Termin blocken und Licht prüfen. Setzen Sie ein festes Zeitfenster, idealerweise einen ganzen Tag. Sorgen Sie für gute Beleuchtung – eine Baustellenleuchte oder ein Akku-Strahler verändert die Arbeitsgeschwindigkeit erheblich. Halbdunkel führt dazu, dass Kisten „später“ geöffnet werden, und „später“ heißt nie.
- Schutzausrüstung bereitlegen. Feste Schuhe, Arbeitshandschuhe, FFP2-Maske gegen Staub und Schimmelsporen, lange Kleidung. Kellerstaub enthält häufig Nagerkot, Schimmelsporen und Glasfaserreste aus alten Dämmungen. Das ist kein Detail, sondern Gesundheitsschutz.
- Freifläche schaffen. Räumen Sie zuerst einen Quadratmeter komplett leer – im Zweifel in den Kellergang oder die Garage. Diese Fläche ist Ihr Sortierplatz. Ohne sie schieben Sie den gleichen Karton fünfmal hin und her.
- Vier Zonen markieren. Behalten, verkaufen, spenden, entsorgen. Kleben Sie Zettel oder stellen Sie beschriftete Kisten auf. Klingt übertrieben, halbiert aber die Entscheidungszeit, weil jedes Teil nur ein Ziel hat.
- Von der Tür nach hinten arbeiten. Nicht von hinten nach vorne. So bleibt der Weg nach draußen immer frei und Sie können laufend abtransportieren, statt am Ende alles auf einmal zu schleppen.
- Gefahrstoffe separieren. Farben, Lacke, Verdünner, Spraydosen, Batterien, Leuchtstoffröhren, Altöl, Pflanzenschutzmittel – alles in eine eigene, stabile Kiste. Nicht in Müllsäcke: Behälter aus den Achtzigern sind oft undicht.
- Fraktionen trennen und abtransportieren. Holz, Metall, Elektro, Restmüll, Sondermüll, Papier. Sortenrein getrennt ist die Entsorgung günstiger und schneller. Gemischte Ladungen werden am Wertstoffhof teils abgewiesen.
- Fegen, lüften, trocknen lassen. Nach dem Räumen fegen und mindestens einige Tage kräftig lüften. Prüfen Sie dabei Wände und Boden auf Feuchtigkeitsränder – jetzt sehen Sie sie zum ersten Mal seit Jahren.
Die 20-Sekunden-Regel
Wenn Sie länger als 20 Sekunden brauchen, um zu entscheiden, ob ein Gegenstand bleibt, gehört er in die Entsorgen-Zone. Diese Regel klingt hart, ist aber der wirksamste Hebel gegen den Hauptzeitfresser jeder Entrümpelung: das Grübeln über Dinge, die schon zehn Jahre unbenutzt im Dunkeln standen.
Die Vier-Kisten-Methode: schneller entscheiden
Sortieren ist kein Aufräumen, sondern Entscheiden. Und Entscheidungen werden leichter, wenn es nur vier mögliche Antworten gibt statt „vielleicht“.
Kiste 1 – Behalten
Hier kommt nur hinein, was Sie im letzten Jahr benutzt haben oder im nächsten Jahr sicher brauchen. Saisonales wie Winterreifen, Weihnachtsdeko oder Skiausrüstung zählt dazu. Alles, was Sie mit „irgendwann bestimmt“ begründen, gehört nicht in diese Kiste.
Kiste 2 – Verkaufen
Werthaltige Dinge finden sich im Keller häufiger als erwartet: Werkzeug, Elektrogeräte, Fahrräder, Vinyl, altes Spielzeug, Möbel aus den 50ern bis 70ern, Sammlerstücke. Setzen Sie sich eine Frist von zwei bis vier Wochen. Was bis dahin nicht verkauft ist, wandert in Kiste 3 oder 4 – sonst ersetzen Sie einen Keller voller Gerümpel durch einen Keller voller Verkaufsprojekte.
Kiste 3 – Spenden
Funktionsfähige Haushaltsgegenstände, brauchbare Möbel, Werkzeug und Sportgeräte nehmen Sozialkaufhäuser und gemeinnützige Einrichtungen gern an. Wichtig: gebrauchsfähiger Zustand, sauber und vollständig. Defektes zu spenden verlagert nur Ihr Entsorgungsproblem auf eine Organisation, die es ehrenamtlich lösen muss.
Kiste 4 – Entsorgen
Der größte Anteil, in der Praxis meist 60 bis 80 Prozent. Diese Kiste wird sofort weiter aufgeteilt nach Fraktionen – dazu unten der Abschnitt über Sondermüll. Für den Abtransport können Sie eine Sperrmüllabholung beauftragen oder selbst zum Wertstoffhof fahren.
Ein Sonderfall verdient eigene Aufmerksamkeit: Unterlagen. Alte Kontoauszüge, Versicherungspolicen, Handwerkerrechnungen, Grundbuchauszüge. Sichten Sie Kartons mit Papier immer selbst und vernichten Sie personenbezogene Dokumente geschüttet, nicht als ganze Bündel im Altpapier. Handwerkerrechnungen sollten Sie zwei Jahre aufbewahren, Unterlagen zu Immobilien dauerhaft.
Was kostet es, den Keller entrümpeln zu lassen?
Eine professionelle Kellerentrümpelung kostet in Stuttgart je nach Größe, Volumen und Zugang etwa 350 bis 1.400 € zum Festpreis. Kleine Kellerabteile mit gutem Zugang liegen am unteren Ende, komplette Hauskeller mit engen Treppen und Sondermüll am oberen. Preise pro Quadratmeter sind als Orientierung brauchbar, aber ungenau – entscheidend ist immer das tatsächliche Volumen.
| Kellergröße | Typisches Volumen | Festpreis | Dauer |
|---|---|---|---|
| Kellerabteil 4–6 m² | 3–5 m³ | 350 – 550 € | 1–2 Std. |
| Kellerabteil 6–10 m² | 8–15 m³ | 500 – 900 € | 2–3 Std. |
| Kellerraum 10–15 m² | 12–20 m³ | 700 – 1.200 € | 3–4 Std. |
| Hauskeller 40–60 m² | 35–60 m³ | 1.400 – 2.600 € | 1 Tag |
| Großer Altbaukeller 60–90 m² | 60–100 m³ | 2.400 – 4.200 € | 1–2 Tage |
Alternativ die Rechnung über das Volumen, weil sie präziser ist. Als Näherung gilt: Der Kubikmeterpreis sinkt mit steigender Menge, weil Anfahrt, Rüstzeit und Fahrzeugstellung nur einmal anfallen.
| Volumen | Preis je m³ | Gesamtpreis | Enthalten |
|---|---|---|---|
| bis 5 m³ | ca. 90 – 110 € | 350 – 550 € | Räumung, Abtransport, Entsorgung |
| 5–15 m³ | ca. 60 – 80 € | 500 – 1.100 € | zzgl. Demontage nach Bedarf |
| 15–35 m³ | ca. 45 – 65 € | 1.000 – 2.100 € | inkl. Sortierung, Nachweis |
| über 35 m³ | ca. 35 – 55 € | auf Anfrage | Festpreis nach Besichtigung |
Die sechs Faktoren, die den Preis bestimmen
- Volumen: der wichtigste Faktor. Er bestimmt Fahrzeuggröße, Anzahl der Fahrten und Entsorgungsgebühren.
- Zugang und Trageweg: Enge Kellertreppen, niedrige Türstürze, fehlender Aufzug und eine weite Strecke bis zum Fahrzeug erhöhen den Zeitaufwand teils um 30 bis 50 Prozent.
- Halteposition: Gibt es einen Stellplatz direkt am Haus oder muss in zweiter Reihe geparkt und 60 Meter getragen werden? In der Stuttgarter Innenstadt ist das ein realer Kostenfaktor.
- Abfallart: Restmüll ist teurer als sortenreines Holz oder Metall. Sondermüll und Elektroschrott kosten zusätzlich, weil sie über eigene Wege entsorgt werden müssen.
- Demontagebedarf: Eingebaute Regale, verschraubte Werkbänke, alte Ölheizungstanks oder Einbauschränke müssen zerlegt werden.
- Wertanrechnung: Verwertbare Gegenstände können den Preis senken. Bei Kellern ist das seltener als bei Wohnungen, kommt aber vor – Werkzeugsammlungen, Oldtimer-Teile, Sammlerstücke.
Was ein Festpreis enthalten muss
Ein seriöses Angebot deckt ab: komplette Räumung, Trageleistung, Demontage im vereinbarten Umfang, Abtransport, fachgerechte Entsorgung aller Fraktionen, Entsorgungsnachweis und besenreine Übergabe. Wenn Punkte davon fehlen, ist es kein Festpreis, sondern eine Anzahlung. Fragen Sie explizit nach Elektroschrott und Sondermüll – dort verstecken sich die häufigsten Nachforderungen.
Übrigens: Bei Mietwohnungen und selbstgenutzten Immobilien lassen sich Arbeits- und Fahrtkosten einer Räumung häufig als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist eine Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitsanteil und die Bezahlung per Überweisung. Details dazu stehen in unserem Ratgeber Entrümpelung steuerlich absetzen. Ihren Preis können Sie auch direkt im Kostenrechner vorab überschlagen.
Eigenleistung oder Profi? Der ehrliche Vergleich
Selbst machen ist nicht automatisch günstiger. Der Grund: Die Kosten der Eigenleistung sind verteilt und deshalb unsichtbar. Wir rechnen ein realistisches Beispiel durch – ein Kellerabteil von 8 m² mit rund 12 m³ Inhalt, drittes Obergeschoss ohne Aufzug, Kellertreppe eng.
| Position | Eigenleistung | Profi-Team |
|---|---|---|
| Transportermiete (2 Tage, inkl. km) | 160 – 220 € | im Festpreis |
| Kraftstoff, 4 Fahrten zum Wertstoffhof | 35 – 50 € | im Festpreis |
| Entsorgungsgebühren | 90 – 180 € | im Festpreis |
| Sondermüll-Abgabe | 20 – 60 € | im Festpreis |
| Verbrauchsmaterial (Säcke, Handschuhe, Masken) | 25 – 40 € | im Festpreis |
| Zeitaufwand | 14 – 20 Std. | 2 – 3 Std. (nur Anwesenheit) |
| <strong>Barauslagen gesamt</strong> | <strong>330 – 550 €</strong> | <strong>600 – 900 €</strong> |
Die Barauslagen liegen also tatsächlich niedriger – aber Sie investieren zwei komplette Arbeitstage schwerer körperlicher Arbeit, tragen das Risiko von Rückenverletzungen und Treppenhausschäden, und müssen selbst herausfinden, welche Fraktion wohin gehört. Bewertet man die eigene Zeit auch nur mit 15 € pro Stunde, kippt die Rechnung deutlich in Richtung Dienstleister.
Wann Eigenleistung sinnvoll ist
- Volumen bis etwa 5 m³, also ein bis zwei Transporterladungen
- Kein Sondermüll, keine Elektrogroßgeräte, keine Demontage nötig
- Ebenerdiger Zugang oder kurze, breite Kellertreppe
- Sie haben Zeit, Hilfe und ein passendes Fahrzeug verfügbar
- Der Inhalt ist überwiegend leicht: Kartons, Textilien, Kleinteile
Wann ein Profi-Team die bessere Wahl ist
- Volumen über 10 m³ oder mehrere Kellerräume
- Schwere Möbel, Waschmaschinen, Öltanks, Werkbänke, eingebaute Regale
- Sondermüll oder unklare Chemikalien im Bestand
- Feuchtigkeit, Schimmelbefall oder Verdacht auf Asbest
- Zeitdruck, etwa Übergabetermin oder Notartermin in wenigen Tagen
- Gesundheitliche Einschränkungen oder niemand, der mit anpacken kann
Bei akutem Zeitdruck hilft unser Express-Service – häufig noch am selben oder am nächsten Tag.
Container mieten oder abholen lassen?
Wer selbst räumt, steht vor der Frage: Container vor die Tür oder Transporter und mehrere Fahrten? Beides hat einen klaren Anwendungsfall.
| Option | Sinnvoll ab | Kosten | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Kombi / eigenes Auto | bis 2 m³ | nur Sprit + Gebühren | viele Fahrten, hoher Zeitaufwand |
| Transporter gemietet | 2–12 m³ | 80 – 120 €/Tag + Gebühren | Sie tragen und fahren selbst |
| Absetzcontainer 7 m³ | ab 7 m³ | 280 – 450 € | Stellplatz und ggf. Genehmigung nötig |
| Absetzcontainer 10 m³ | ab 10 m³ | 380 – 600 € | nur sortenrein wirtschaftlich |
| Profi-Abholung | jede Menge | Festpreis | höhere Barauslagen |
Der oft übersehene Haken beim Container: Im dicht bebauten Stuttgarter Stadtgebiet brauchen Sie für einen Container auf öffentlichem Grund eine Sondernutzungserlaubnis, teils inklusive Halteverbotszone. Das kostet Gebühren und muss mit Vorlauf beantragt werden. Auf privatem Grundstück ist es unproblematisch – prüfen Sie aber die Tragfähigkeit von Pflaster und Zufahrt.
Mischcontainer werden schnell teuer
Container werden nach Abfallart abgerechnet. Ein sortenreiner Holzcontainer ist deutlich günstiger als ein Mischcontainer. Wer alles zusammenwirft, zahlt am Ende den Preis für die teuerste enthaltene Fraktion – bei Sondermüll-Beimischung kann eine Nachsortierung berechnet werden. Trennen Sie deshalb schon im Keller.
Was aus dem Keller nicht in den Restmüll darf
Keller sind Sammelstellen für genau jene Dinge, die nirgends sonst gelagert werden dürfen. Entsprechend hoch ist der Anteil an Problemstoffen. Die getrennte Entsorgung ist keine Empfehlung, sondern nach Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) Pflicht.
Sondermüll – zum Schadstoffmobil oder zur Annahmestelle
- Farben, Lacke, Lasuren, Verdünner, Terpentin, Pinselreiniger
- Spraydosen mit Restinhalt, Bauschaumdosen
- Altöl, Bremsflüssigkeit, Frostschutz, Kettenöl
- Pflanzenschutzmittel, Unkrautvernichter, Rattengift
- Batterien, Akkus, Autobatterien
- Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Quecksilberthermometer
- Reste von Klebstoffen, Fliesenkleber, Zementschleierentferner
Elektroschrott – eigene Sammlung, nie Sperrmüll
- Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefriergeräte (enthalten Kältemittel)
- Fernseher, Monitore, Röhrengeräte, Stereoanlagen
- Elektrowerkzeug, Bohrmaschinen, Kompressoren
- Nachtspeicheröfen – Achtung, ältere Modelle können Asbest enthalten
- Kabel, Netzteile, Ladegeräte, Kleingeräte aller Art
Bauabfälle – nicht Sperrmüll, sondern Bauschutt
- Fliesen, Ziegel, Beton, Mörtelreste, Estrichbrocken
- Sanitärkeramik, Waschbecken, alte WC-Schüsseln
- Dämmmaterial, Mineralwolle, Styropor-Platten
- Alte Fenster mit Glas, Türblätter mit Beschlägen
- Bodenbeläge – bei Altbauten kann der Kleber asbesthaltig sein
Unklare Behälter niemals öffnen oder umfüllen
Alte, unbeschriftete Kanister und Dosen sind der häufigste Risikofall im Keller. Öffnen Sie sie nicht, schütten Sie nichts zusammen und geben Sie nichts in den Abfluss. Transportieren Sie die Behälter aufrecht in einer stabilen Wanne zur Annahmestelle – oder überlassen Sie es uns. Wir nehmen Sondermüll in üblichen Haushaltsmengen bei der Räumung gleich mit.
Was tatsächlich in den Sperrmüll gehört und wie die Wege in Stuttgart funktionieren, haben wir im Ratgeber Sperrmüll entsorgen in Stuttgart im Detail beschrieben. Illegale Entsorgung ist übrigens kein Kavaliersdelikt: Nach dem KrWG und den Landesabfallgesetzen drohen Bußgelder, die je nach Menge und Art des Abfalls in den vierstelligen Bereich gehen können.
Sonderfall Feuchtigkeit, Schimmel und Asbest
Bei rund jedem vierten Kellerauftrag, den wir übernehmen, spielt Feuchtigkeit eine Rolle – in Stuttgarter Altbauten mit Bruchsteinsockeln und ohne Horizontalsperre ist das eher Regel als Ausnahme. Das verändert die Räumung an drei Punkten.
Feuchte Kartons und Textilien
Durchnässte Pappe, Teppiche und Polster sind praktisch immer schimmelbelastet, auch wenn man nichts sieht. Sie lassen sich nicht retten und sollten nicht durchs Treppenhaus getragen werden, ohne sie vorher zu verpacken – sonst verteilen Sie Sporen im ganzen Haus. Wir arbeiten in solchen Fällen mit reißfesten Folien und geschlossenen Behältern.
Sichtbarer Schimmelbefall
Bei Flächen über etwa einem halben Quadratmeter ist Eigenleistung nicht mehr sinnvoll. Erforderlich sind FFP3-Masken, Schutzanzug und möglichst eine Abschottung des Raums. Wichtig zum Verständnis: Entrümpeln beseitigt den Schimmel nicht, es beseitigt nur seinen Nährboden. Die Ursache – meist aufsteigende Feuchte oder falsches Lüften – muss separat behoben werden, sonst kommt er zurück.
Asbest – die unterschätzte Gefahr im Altbaukeller
In Gebäuden, die vor 1993 gebaut wurden, kann Asbest verbaut sein. Im Keller betrifft das typischerweise: alte Bodenbelagskleber (schwarzer Bitumenkleber), Vinyl-Asbest-Platten, Wellplatten, Blumenkästen aus Faserzement, Rohrisolierungen und Dichtungen älterer Heizkessel. Solange das Material fest gebunden und unbeschädigt ist, geht keine akute Gefahr aus. Gebrochen, gesägt oder abgeschliffen wird es gefährlich.
Expertenhinweis zu Asbestverdacht
Verdächtige Materialien nicht selbst brechen, bohren oder schleifen. Asbestsanierung ist nach der Gefahrstoffverordnung (TRGS 519) sachkundigen Fachbetrieben vorbehalten. Wir erkennen Verdachtsfälle bei der Besichtigung, räumen um das Material herum und benennen Ihnen, was ein Fachbetrieb übernehmen muss. Das ist ehrlicher, als es einfach mitzunehmen.
Ein praktischer Nebeneffekt der Räumung: Ein leerer Keller trocknet. Freie Wände lassen Luft zirkulieren, Sie können richtig querlüften und erkennen erstmals, wo Feuchtigkeit tatsächlich eintritt. Viele unserer Kunden stellen erst nach der Entrümpelung fest, dass eine Wand seit Jahren feucht war.
Rechtslage: Mieter, Vermieter, Erben
Die Frage „wer muss eigentlich räumen“ führt regelmäßig zu Streit. Vier Konstellationen kommen in der Praxis immer wieder vor. Das Folgende ist eine allgemeine Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Mietkeller: Pflicht des Mieters
Ist das Kellerabteil im Mietvertrag mitvermietet, gilt es rechtlich als Teil der Mietsache. Nach § 546 BGB muss der Mieter die Mietsache bei Beendigung des Mietverhältnisses zurückgeben – vollständig geräumt. Bleiben Gegenstände zurück, kann der Vermieter die Räumung durchführen lassen und die Kosten geltend machen, üblicherweise über die Kaution. Prüfen Sie deshalb vor jeder Übergabe explizit auch Keller, Dachboden und Garage.
Vermieter darf nicht einfach entsorgen
Umgekehrt gilt: Ein Vermieter darf zurückgelassene Sachen nicht eigenmächtig wegwerfen. Das Eigentum des Mieters bleibt bestehen, geschützt unter anderem durch § 985 BGB. In der Praxis ist eine schriftliche Aufforderung mit angemessener Frist der richtige Weg, dokumentiert mit Fotos und einem Räumungsprotokoll. Erst danach kann verwertet oder entsorgt werden. Wir dokumentieren Räumungen auf Wunsch für Vermieter und Hausverwaltungen entsprechend.
Gemeinschaftskeller und Kellergänge
Flächen außerhalb des eigenen Abteils sind Gemeinschaftsfläche. Dort abgestellte Gegenstände sind rechtlich heikel und oft auch brandschutzrechtlich problematisch, weil Kellergänge in vielen Gebäuden als Rettungsweg dienen. Die Landesbauordnungen und die Hausordnung verlangen, dass sie frei bleiben. Vor einer Räumung sollten Sie klären, wem was gehört – und die Hausverwaltung schriftlich informieren.
Erbfall: Wer zahlt die Kellerräumung?
Die Räumungskosten fallen in die Nachlassverbindlichkeiten und werden grundsätzlich aus dem Nachlass beglichen. Bei mehreren Erben trägt die Erbengemeinschaft gemeinsam. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst sichten und dokumentieren, dann räumen – auch weil im Keller häufig noch Unterlagen liegen, die für die Nachlassregelung relevant sind. Bei einer Mietwohnung läuft parallel die Frist zur Wohnungsrückgabe. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Nachlassauflösung und auf unserer Seite zur Nachlassentrümpelung.
Hausverkauf: Zustand zur Übergabe
Der Kaufvertrag regelt, in welchem Zustand die Immobilie übergeben wird. In der Regel ist das geräumt und besenrein. Zurückgelassene Gegenstände sind ein häufiger Streitpunkt bei der Übergabe – nicht selten mit Kaufpreiseinbehalt. Vereinbaren Sie schriftlich, was bleiben darf, und räumen Sie den Rest vor dem Notartermin, nicht danach.
Keller entrümpeln in Stuttgart: was hier anders ist
Stuttgart hat für Kellerräumungen eine ganz eigene Ausgangslage – topografisch und baulich. Drei Punkte beeinflussen den Aufwand hier stärker als in anderen Städten.
- Hanglage: In Stadtteilen wie Degerloch, Sillenbuch, Stuttgart-Süd oder Botnang liegen Häuser häufig am Hang. Kellerzugänge sind dann über Außentreppen erreichbar, mit langen Trage- und Steigwegen bis zum Fahrzeug.
- Altbaubestand: Im Westen, Osten und in Bad Cannstatt dominieren Gebäude aus der Zeit vor 1930 – enge, steile Kellertreppen, niedrige Türstürze, oft Gewölbekeller mit mehreren kleinen Nebenräumen und ohne Horizontalsperre.
- Parksituation: In der Innenstadt, im Westen und im Heusteigviertel ist Halten direkt am Haus oft nicht möglich. Wir organisieren bei Bedarf eine Halteverbotszone, damit der Trageweg kurz bleibt.
Für die Selbstanlieferung gibt es in Stuttgart mehrere Wertstoffhöfe der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS), dazu das Schadstoffmobil für Farben, Lacke und Chemikalien und separate Annahmen für Elektroaltgeräte. Öffnungszeiten, Mengengrenzen und Gebühren ändern sich gelegentlich – prüfen Sie die aktuellen Angaben direkt bei der AWS, bevor Sie losfahren. An Samstagen sollten Sie mit Wartezeit rechnen.
Wir arbeiten im gesamten Stadtgebiet und in der Region, unter anderem in Stuttgart-West, Bad Cannstatt, Degerloch, Vaihingen, Feuerbach und Esslingen. Eine Übersicht aller Einsatzgebiete finden Sie auf der Seite Standorte.
Vor Ort schätzen wir zuverlässiger
Gerade bei Altbaukellern lohnt sich die kostenlose Besichtigung. Trageweg, Treppenbreite und Türstürze entscheiden über den tatsächlichen Aufwand, und die lassen sich auf Fotos schlecht beurteilen. Die Begehung ist unverbindlich, und Sie erhalten danach einen verbindlichen Festpreis. Termin anfragen.
Drei Praxisbeispiele aus unseren Aufträgen
Abstrakte Preisspannen helfen nur begrenzt. Deshalb drei anonymisierte Fälle aus dem Stuttgarter Stadtgebiet, die typische Situationen abbilden.
Fall 1: Kellerabteil vor Wohnungsübergabe, Stuttgart-Ost
Ein Mieter hatte drei Tage bis zur Übergabe und das Kellerabteil komplett vergessen – 7 m², vollgestellt mit Umzugskartons, zwei Regalen, einem defekten Fahrrad und einer Kiste alter Farbdosen. Volumen: rund 9 m³. Zwei Mitarbeiter, Dauer 2,5 Stunden inklusive Sondermüll-Separierung, Kellertreppe eng aber gerade. Festpreis 620 €, besenreine Übergabe am selben Tag. Die Kaution wurde vollständig ausgezahlt.
Fall 2: Altbaukeller im Erbfall, Stuttgart-West
Gewölbekeller aus dem Jahr 1908, vier Nebenräume, insgesamt 55 m². Inhalt aus zwei Generationen: Einweckgläser, Werkzeug, alte Möbel, ein ausgebauter Öltank, deutliche Feuchtigkeitsschäden an der Nordwand. Volumen etwa 48 m³. Wir haben zuerst gemeinsam mit der Erbengemeinschaft gesichtet – dabei kamen Dokumente und eine Sammlung Werkzeug zum Vorschein, die angerechnet wurde. Vier Mitarbeiter, ein voller Tag, Festpreis 2.150 € nach Wertanrechnung von 180 €.
Fall 3: Hauskeller vor Verkauf, Degerloch
Hanglage, Kellerzugang über eine Außentreppe, Trageweg bis zum Fahrzeug rund 40 Meter. 38 m² auf drei Räume verteilt, darunter eine verschraubte Werkbank und ein Nachtspeicherofen mit Asbestverdacht. Volumen 31 m³. Wir haben um den Ofen herum geräumt und den Verkäufer an einen Sanierungsfachbetrieb verwiesen. Drei Mitarbeiter, 6 Stunden, Festpreis 1.480 €. Der Makler konnte zwei Tage später mit leerem Keller fotografieren.
Was wir aus diesen Fällen mitnehmen
In allen drei Fällen lag das tatsächliche Volumen über der Ersteinschätzung der Kunden – im Schnitt um rund 30 Prozent. Das ist kein Vorwurf, sondern ein Wahrnehmungseffekt: Man sieht die Vorderkante des Stapels, nicht die Tiefe des Raums. Rechnen Sie deshalb bei Eigenleistung immer mit Puffer.
Die 9 häufigsten Fehler beim Keller entrümpeln
- Räumen vor dem Sortieren. Führt dazu, dass alles zweimal angefasst wird und der Kellergang blockiert ist.
- Volumen unterschätzen. Der Transporter ist zu klein, die Fahrt zum Wertstoffhof reicht nicht, und der Tag ist gelaufen.
- Sondermüll in den Restmüll. Nicht nur ordnungswidrig, sondern auch der Grund, warum Anlieferungen abgewiesen werden.
- Elektrogeräte zum Sperrmüll stellen. Elektroschrott wird nach ElektroG getrennt erfasst und bei der Sperrmüllabfuhr nicht mitgenommen.
- Ohne Schutzausrüstung arbeiten. Kellerstaub, Schimmelsporen und Glassplitter in alten Kartons sind ein reales Risiko.
- Bei Feuchtigkeit nur räumen, nicht Ursache prüfen. Nach zwei Jahren steht das gleiche Problem wieder da, nur mit neuem Inhalt.
- Sperrmüll zu früh rausstellen. Vor dem Abfuhrtermin ist das vielerorts nicht erlaubt und blockiert Gehwege.
- Billiganbieter ohne Entsorgungsnachweis. Wird Ihr Kellerinhalt illegal abgeladen, kann die Verantwortung auf Sie zurückfallen.
- Unterlagen ungeprüft entsorgen. Im Keller liegen erstaunlich oft Versicherungspolicen, Handwerkerrechnungen und Grundbuchunterlagen.
Checkliste: Keller entrümpeln
Vorbereitung
- Volumen geschätzt (Kubikmeter, nicht Quadratmeter)
- Termin geblockt, Helfer organisiert
- Beleuchtung sichergestellt (Baustrahler, Akkulampe)
- Schutzausrüstung besorgt: Handschuhe, FFP2-Maske, feste Schuhe
- Transport geklärt: Transporter, Container oder Abholtermin
- Sortierfläche außerhalb des Kellers festgelegt
- Vier Zonen vorbereitet und beschriftet
- Öffnungszeiten Wertstoffhof und Schadstoffmobil geprüft
- Bei Mietkeller: Übergabetermin und Fristen im Blick
Durchführung
- Von der Tür nach hinten gearbeitet, Fluchtweg frei gehalten
- 20-Sekunden-Regel angewendet
- Unterlagen und Wertgegenstände gesichtet
- Sondermüll separat in stabiler Kiste gesammelt
- Elektrogeräte getrennt gestellt
- Fraktionen sortenrein getrennt: Holz, Metall, Restmüll, Papier
- Spendenfähiges beiseitegelegt, Abgabe geklärt
- Wände auf Feuchtigkeitsränder geprüft
- Boden gefegt, Raum gelüftet
- Entsorgungsnachweis erhalten (bei Dienstleister)
Was darf man im Keller überhaupt lagern?
Damit der Keller nicht in zwei Jahren wieder voll ist, hilft eine klare Regel darüber, was dort hingehört. Und einiges gehört ausdrücklich nicht hinein – teils aus bauphysikalischen, teils aus rechtlichen Gründen.
Gut geeignet für den Keller
- Saisonales: Winterreifen, Skiausrüstung, Gartenmöbel-Auflagen, Weihnachtsdeko
- Werkzeug und Materialreste in verschlossenen Boxen
- Getränkekisten, Konserven und haltbare Vorräte bei stabiler Temperatur
- Fahrräder und Sportgeräte, sofern der Gang frei bleibt
- Leergut, Transportboxen, Umzugskartons in begrenzter Zahl
Besser nicht in den Keller
- Papier, Bücher, Fotos und Akten: nehmen Feuchtigkeit auf und schimmeln als Erstes. Wichtige Unterlagen gehören nach oben.
- Textilien und Polster: speichern Feuchte, riechen dauerhaft muffig und ziehen Motten an.
- Elektronik: Kondenswasser auf Platinen führt zu Korrosion. Nach zwei Kellerwintern ist das Gerät meist defekt.
- Holzmöbel aus Massivholz: arbeiten stark bei wechselnder Luftfeuchte und können sich verziehen.
- Größere Mengen Brennbares: Papier, Kartonstapel und Farben in Mengen sind brandschutzrechtlich problematisch.
- Benzin, Gasflaschen, Spiritus: im Keller in der Regel unzulässig, weil Dämpfe schwerer als Luft sind und sich am Boden sammeln.
Kellergang und Rettungsweg
Was viele nicht wissen: Kellergänge dienen in vielen Gebäuden als notwendiger Flur und damit als Rettungsweg. Möbel, Reifen, Kartons oder Fahrräder außerhalb des eigenen Abteils sind dort nicht zulässig. Hausverwaltungen fordern das zu Recht ein – im Brandfall entscheiden solche Engstellen über Fluchtmöglichkeiten.
Als Faustregel für die Luftfeuchte: Unter 60 Prozent relativer Luftfeuchte ist Lagerung unkritisch, dauerhaft über 70 Prozent wird Schimmel wahrscheinlich. Ein Hygrometer für wenige Euro sagt Ihnen mehr über die Eignung Ihres Kellers als jede Faustformel. Lüften Sie im Sommer bewusst nur früh morgens oder nachts – warme, feuchte Luft kondensiert an kalten Kellerwänden und macht es schlimmer, nicht besser.
Nach der Entrümpelung: so bleibt der Keller leer
Der unangenehme Teil der Wahrheit: Ein geräumter Keller füllt sich wieder, wenn sich an der Systematik nichts ändert. Vier Maßnahmen verhindern das zuverlässig.
- Alles kommt hoch vom Boden. Offene Metallregale mit 10 bis 15 cm Bodenfreiheit lassen Luft zirkulieren und schützen vor Feuchte von unten. Holzregale sind im Keller die schlechtere Wahl.
- Verschlossene Klarsichtboxen statt Kartons. Sie sind feuchtigkeitsdicht, stapelbar, mäusesicher und Sie sehen den Inhalt, ohne sie zu öffnen. Kartons sind der Hauptgrund, warum Keller unübersichtlich werden.
- Beschriften und eine Zone pro Kategorie. Reifen, Werkzeug, Saison, Vorräte – jede Kategorie hat einen festen Platz. Was keinen Platz hat, kommt nicht in den Keller.
- Ein fester Termin im Jahr. Ein Nachmittag pro Jahr, am besten im Frühjahr, hält den Zustand. Das ist ungleich weniger Aufwand als eine Vollräumung alle fünfzehn Jahre.
Die wirksamste Regel ist aber die einfachste: Nichts kommt in den Keller, dessen Aufbewahrungsgrund Sie nicht in einem Satz benennen können. „Falls ich es mal brauche“ ist kein Grund, sondern eine aufgeschobene Entscheidung – und genau die füllt Keller. Wenn der Dachboden das gleiche Problem hat, hilft unsere Dachbodenentrümpelung, bei der Garage die Garagenentrümpelung.
Fazit: Reihenfolge schlägt Kraftaufwand
Eine Kellerentrümpelung scheitert selten an fehlender Muskelkraft, sondern fast immer an der Planung. Wer das Volumen kennt, vorher sortiert, Fraktionen trennt und Problemstoffe separat behandelt, ist an einem Tag durch – auch in Eigenleistung. Wer ohne diese Vorarbeit anfängt, verbringt ein Wochenende damit, dieselben Kartons hin- und herzuschieben.
Bis etwa fünf Kubikmeter, ohne Sondermüll und mit gutem Zugang, lohnt sich der eigene Einsatz. Darüber – bei schweren Möbeln, engen Altbautreppen, Feuchtigkeit oder Zeitdruck – ist ein eingespieltes Team meist die klügere und unterm Strich oft günstigere Entscheidung. Sie bekommen einen Festpreis, den Entsorgungsnachweis und einen besenreinen Keller, ohne selbst eine Treppe hochzutragen.
Keller entrümpeln lassen – Festpreis in 24 Stunden
Schicken Sie uns ein paar Fotos oder ein kurzes Video Ihres Kellers, und Sie erhalten meist am selben Tag eine Einschätzung. Vor Ort ist die Besichtigung kostenlos und unverbindlich, der Festpreis danach verbindlich – inklusive Trageleistung, Demontage, Sondermüll, Entsorgungsnachweis und besenreiner Übergabe. Zur Kellerentrümpelung in Stuttgart oder direkt Angebot anfordern.
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Häufige Fragen
In Stuttgart kostet eine Kellerentrümpelung je nach Größe und Zugang etwa 350 bis 1.400 € zum Festpreis. Ein Kellerabteil von 6 bis 10 m² liegt meist bei 500 bis 900 €, ein kompletter Hauskeller von 40 bis 60 m² bei 1.400 bis 2.600 €. Entscheidend ist das Volumen in Kubikmetern, nicht die Fläche.
Schätzen Sie zuerst das Volumen, dann schaffen Sie eine leere Sortierfläche außerhalb des Kellers. Legen Sie vier Zonen an: behalten, verkaufen, spenden, entsorgen. Arbeiten Sie von der Tür nach hinten, damit der Weg frei bleibt. Erst sortieren, dann räumen – nie umgekehrt.
Ein professionelles Team räumt ein Kellerabteil von 6 bis 10 m² in zwei bis drei Stunden, einen kompletten Hauskeller an einem Tag. In Eigenleistung sollten Sie für dasselbe Abteil 14 bis 20 Stunden einplanen, verteilt auf zwei Tage inklusive Fahrten zum Wertstoffhof.
Farben, Lacke, Verdünner, Spraydosen, Altöl, Pflanzenschutzmittel, Batterien und Leuchtstoffröhren gehören zum Sondermüll und zum Schadstoffmobil. Elektrogeräte werden nach ElektroG getrennt erfasst. Fliesen, Beton und Dämmstoffe sind Bauschutt und kein Sperrmüll.
Ja. Ist das Kellerabteil im Mietvertrag mitvermietet, gehört es zur Mietsache und muss nach § 546 BGB geräumt und besenrein zurückgegeben werden. Bleiben Sachen zurück, kann der Vermieter die Räumung veranlassen und die Kosten in Rechnung stellen, üblicherweise über die Kaution.
Nein. Das Eigentum des Mieters bleibt bestehen. Der Vermieter muss den Mieter schriftlich mit angemessener Frist zur Abholung auffordern und die Räumung dokumentieren, etwa mit Fotos und Räumungsprotokoll. Erst danach kommt eine Verwertung oder Entsorgung in Betracht.
Ab etwa sieben Kubikmetern und wenn Sie sortenrein trennen können. Ein 7-m³-Absetzcontainer kostet 280 bis 450 €. Auf öffentlichem Grund brauchen Sie in Stuttgart eine Sondernutzungserlaubnis. Mischcontainer werden nach der teuersten enthaltenen Fraktion abgerechnet und sind oft unwirtschaftlich.
Bei selbstgenutzten oder gemieteten Wohnungen sind Arbeits- und Fahrtkosten häufig als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar. Voraussetzung ist eine Rechnung mit ausgewiesenem Arbeitsanteil und Bezahlung per Überweisung. Materialkosten und Entsorgungsgebühren zählen in der Regel nicht dazu.
Bei Schimmelflächen über etwa einem halben Quadratmeter sollten Sie nicht selbst räumen, sondern mit FFP3-Schutz und Abschottung arbeiten lassen. Asbesthaltige Materialien wie alte Bodenkleber oder Faserzementplatten dürfen nach TRGS 519 nur Fachbetriebe entfernen. Wir räumen darum herum und benennen den Bedarf.
In der Regel innerhalb von zwei bis fünf Werktagen, mit unserem Express-Service häufig noch am selben oder am nächsten Tag. Die kostenlose Besichtigung lässt sich meist kurzfristig einschieben, sodass Sie den Festpreis oft binnen 24 Stunden vorliegen haben.
Über den Autor
Rümpel Retter Stuttgart · Viktor Eva
Christlicher Familienbetrieb mit 10+Jahren Erfahrung in Entrümpelung, Haushaltsauflösung & Gartenpflege in Stuttgart. Ehrlich. Pünktlich. Kompetent.




